Fibromyalgie und Segeln! Leider Geil!

Ich Koffer war mit meiner Krankheit segeln und dazu kann ich nur eines sagen: Es war ka gute Idee! Aber die wunderschönsten, verfickt geilsten zwei Wochen seit ich mit meiner Fibsi gemeinsam bin.

Wenn es jemals eine Schmerzgrenze für mich gab, dann habe ich sie 100fach überschritten. Zwischendurch gingen mir ein paar mal die LAMPAL aus und mein Körper war ohne Muskeltonus – mit dem Wunsch – den Körper etwas Ruhe zu gönnen –

oder ihn vorne an Deck anzubinden und schreiend die scheiß Wellen niederzureißen… 😉

Aber ich hatte keine Wahl. Ich war auf einem Schiff. Und es schwankte. Und es wurde gesegelt – in Griechenland – zu jeder Tages- und Nachtzeit. Net das i Trottl da schon wissen hätte müssen, das des a VOLL GAS Turn wird!!!!

Aber dazu ein anders Mal.

Heute, erster Tag wieder zu Hause gestrandet, ging ich am Abend mit meiner Hündin einen Runde. Und jetzt kommts –

ich wollte laufen – ICH???

Keine 2 m hätte ich vorher geschafft – und dann lief ich – so ca. 500m !!! – Ich lief!! – Es begann zu nieseln – der Himmel war schwarz-rot gefärbt – ich erinnerte mich ans Segelschiff und ans oft extreme Nachtsegeln –

(Ich war nur wenig an Deck, aber ich wurde im Bett hin und her geschleudert, was auch während des Schlafens einer Muskelanspannung benötigt – ganz abgesehen von den Empfindungen der Haut, die ständig etwas berührt oder woanders auflag. – später hat mich mein Freund gehalten, sodass ich mich nicht zu viel bewegte beim Schlafen )

–  ich lief und spürte die kalten Tropfen auf meiner Haut, in meinem Gesicht, auf meinen Händen – ich erkannte wie lächerlich doch ein Niesel ist – erinnerte mich an die riesigen Wellen, die höher waren als unser Boot und ich hing mit der Sicherheitsweste an der Reling und dachte mir nur –

kommt her ihr scheiß Wellen! Ich hab in meinem Leben schon mehr durch als euch Pisser!

Ich alleine gegen die Wellen – gegen die Fibsi – gegen mich und mein Leben – es war Freiheit die ich spürte! Frei von all dem Scheiß der schon ewig auf mir liegt und meist gar nichts mit mir und meinem Leben zu tun hat. Ich habs in die Wellen geschmissen – immer und immer wieder.

Mit diesem Gefühl rannte ich – gegen den Nieselregen – gegen das Wetter – gegen den Himmel – GEGEN MICH

Und ohne zu wissen warum kullerten die Tränen aus den Augen

Es wurden immer mehr und ich rannte weiter – ich lief jetzt gegen mich – nur gegen mich.

Ich blieb stehen!

Stehen bleiben – bewusst ganz leicht – jedoch war es dieses mal nicht bewusst – ich war fertig mit dem Laufen gegen alles, aber besonders gegen mich – der Körper stand – meinen Atem war erstaunlich ruhig – unkontrolliert brach ich in Tränen aus

Ich war glücklich! – Frei! – Ruhig! – Offen! – ohne Gedanken!

Solche Momente machen mein Leben lebenswert – dafür lebe und sterbe ich – um etwas über mich zu lernen – niemals stehen zu bleiben – Emotionen zulassen – weiter gehen als jemals zuvor!!

aber wie heißt es so schön beim Segeln:

Klug wars net aber GEIL!

 

 

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