Die Fibsi fickt mich jeden Tag – und wenn ich nicht gestorben bin, dann lebe ich noch weiter!

Laufen…. Das war geil! 

Jetzt zurück aus Griechenland, sitzt Fibsi in ihrem Schaukelstuhl, zusammengekauert, mit einer dicken Schafdecke, einer „Shaun das Schaf-Wärmeflasche und bittet sich in das Feuer des Ofens setzen zu dürfen.

Es ist verschissen kalt in Österreich! Und Sie hat deshalb Schmerzen am ganzen Körper. 

Aber eingekauert in ihrem Sessel geht es ihr gut. – sehr gut sogar – sie genießt die Wärme.

Ich hatte gerade ein Bad genommen – liege eingewickelt in Handtüchern im Bett – mein Körper pumpt das Blut nach unten und wieder nach oben – ich kann es fließen spüren – es ist so ein beruhigender Moment – ich spüre mich und meinen Körper – mein Herz arbeitet auf Hochturen – hecktisch – meine Brust zuckt und mein Todesstern pumpt und pumpt und pumpt – ich schwitze!

Nicht mal wenn ich Fieber habe schwitze ich. Ich schwitze nie! Außer in einem brenn heißen MAMA-DIE -VERKÜHLUNG-IS-MORGEN-WIEDER-GUT Bad.

Ich weis nicht ob das noch wer kennt. Ich sitzte in der Wanne und es kommt heisses Wasser – dann verschiedenste Kräuter – ich dachte als Kind meine Mama will mich kochen – 

„Heute gibts Kindersuppe mit Lavendel und Salbei! “

– es fehlten nur die Karotten!

Das Wasser wurde immer heißer gestellt und kurz bevor ich in der Wanne einschlief, hob mich meine Mutter raus, wickelte mich in Handtüchern und legte mich ins Bett.

Genau so wohl muss sich das Jesukind gefühlt haben, als es in der Grippe lag!

Dachte ich mir und schlief ein. 

So liege ich grad und denke mir immer wieder, 

jeder Mensch lebt mit Schmerzen!

Der eine hat ein gebrochenes Herz, der andere blöde Kollegen, der dritte hat eine Krankheit….usw.

Alles das hatte ich schon – die sogenannten „STEINE DIE EINEM IN DEN WEG GELEGT WERDEN“! 

Der Unterschied ist nur, das diese deppatn Steine jeder Mensch der Eier hat und sich für sich selbst einsetzt, wegräumen kann. 

Ich verdien zu wenig! – Dann kündig und mach was anderes!

Ich mag nimma dort hin! – Dann geh nicht!

Ich will nicht telefonieren – dann tus nicht!

Jeder hat es in der Hand sein Leben zu ändern! Sich für sich selbst einzusetzen! Entscheidungen zu teffen die für einen gut sind! Nicht für die anderen, sonderm für einen selbst! Und ich muss diese Entscheidungen nur vor mir selbst rechtfertigen, denn ich habe sie für mich getroffen und für niemanden sonst!

Doch bei meiner Krankheit, habe ich diese Möglichkeit nicht. Sie entzieht mir die Möglichkeit mein Leben in der Hand zu haben und Entscheidungen zuteffen. Viele Entscheidungen trifft meine Fibsi für mich. Und wenn ich sage ich mag das so nicht, dann regt sie sich wieder auf, wie ein kleines trotziges Kind!

Aber wie Oma immer sagte:

WOS DIE NET UMBRINGT MOCHT DIE HORT! – Und so mache ich was ich will und habe Spaß bei allem was ich tue – wenns am schlimmsten ist, dann fragt sie mich immer warum ich mir das noch weiter antue – das Leben mit den Schmerzen – und dann nehm ich sie in den Arm, drücke sie fest an mich, gebe ihr einen Kuss auf die Stirn und sage ihr:

Weil ich mich und mein Leben liebe – egal wie es ist – egal wie es wird – ich liebe es – mein Herz trifft die Entscheidungen und mein Bauch führt sie aus. Liebe Fibsi, du bist was du bist. Ich bin was ich bin. 

…und wenn ich nicht gestorben bin, dann lebe ich noch weiter! …. 

Was für ein Märchen! Ich wusste es! Ich bin doch eine Prinzessin! Man bringe mir bitte die SENF-TE. 

Und a Bier!

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Fibromyalgie und Segeln! Leider Geil!

Ich Koffer war mit meiner Krankheit segeln und dazu kann ich nur eines sagen: Es war ka gute Idee! Aber die wunderschönsten, verfickt geilsten zwei Wochen seit ich mit meiner Fibsi gemeinsam bin.

Wenn es jemals eine Schmerzgrenze für mich gab, dann habe ich sie 100fach überschritten. Zwischendurch gingen mir ein paar mal die LAMPAL aus und mein Körper war ohne Muskeltonus – mit dem Wunsch – den Körper etwas Ruhe zu gönnen –

oder ihn vorne an Deck anzubinden und schreiend die scheiß Wellen niederzureißen… 😉

Aber ich hatte keine Wahl. Ich war auf einem Schiff. Und es schwankte. Und es wurde gesegelt – in Griechenland – zu jeder Tages- und Nachtzeit. Net das i Trottl da schon wissen hätte müssen, das des a VOLL GAS Turn wird!!!!

Aber dazu ein anders Mal.

Heute, erster Tag wieder zu Hause gestrandet, ging ich am Abend mit meiner Hündin einen Runde. Und jetzt kommts –

ich wollte laufen – ICH???

Keine 2 m hätte ich vorher geschafft – und dann lief ich – so ca. 500m !!! – Ich lief!! – Es begann zu nieseln – der Himmel war schwarz-rot gefärbt – ich erinnerte mich ans Segelschiff und ans oft extreme Nachtsegeln –

(Ich war nur wenig an Deck, aber ich wurde im Bett hin und her geschleudert, was auch während des Schlafens einer Muskelanspannung benötigt – ganz abgesehen von den Empfindungen der Haut, die ständig etwas berührt oder woanders auflag. – später hat mich mein Freund gehalten, sodass ich mich nicht zu viel bewegte beim Schlafen )

–  ich lief und spürte die kalten Tropfen auf meiner Haut, in meinem Gesicht, auf meinen Händen – ich erkannte wie lächerlich doch ein Niesel ist – erinnerte mich an die riesigen Wellen, die höher waren als unser Boot und ich hing mit der Sicherheitsweste an der Reling und dachte mir nur –

kommt her ihr scheiß Wellen! Ich hab in meinem Leben schon mehr durch als euch Pisser!

Ich alleine gegen die Wellen – gegen die Fibsi – gegen mich und mein Leben – es war Freiheit die ich spürte! Frei von all dem Scheiß der schon ewig auf mir liegt und meist gar nichts mit mir und meinem Leben zu tun hat. Ich habs in die Wellen geschmissen – immer und immer wieder.

Mit diesem Gefühl rannte ich – gegen den Nieselregen – gegen das Wetter – gegen den Himmel – GEGEN MICH

Und ohne zu wissen warum kullerten die Tränen aus den Augen

Es wurden immer mehr und ich rannte weiter – ich lief jetzt gegen mich – nur gegen mich.

Ich blieb stehen!

Stehen bleiben – bewusst ganz leicht – jedoch war es dieses mal nicht bewusst – ich war fertig mit dem Laufen gegen alles, aber besonders gegen mich – der Körper stand – meinen Atem war erstaunlich ruhig – unkontrolliert brach ich in Tränen aus

Ich war glücklich! – Frei! – Ruhig! – Offen! – ohne Gedanken!

Solche Momente machen mein Leben lebenswert – dafür lebe und sterbe ich – um etwas über mich zu lernen – niemals stehen zu bleiben – Emotionen zulassen – weiter gehen als jemals zuvor!!

aber wie heißt es so schön beim Segeln:

Klug wars net aber GEIL!